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26. Apr 13

SFMOMA – Best Practice Museumswebsite

In den letzten zwei bis drei Jahren haben Kunstmuseen damit begonnen den Publikationskanal Internet besser zu nutzen. Wenn  Museen bisher im Rahmen ihrer Webaktivitäten lediglich ihre Informationsbroschüren und simplen Besucherinformationen ins Netz übertrugen, so versuchen sie nun das browsergestützte Medium mit adäquaten interaktiven Inhalten zu füllen.

Nach wie vor halten wir den Internetauftritt und die mit ihm verbundenen Kanäle im Social-Media-Bereich des San Francisco Museum of Modern Art – SFMOMA für stilbildend.

www.sfmoma.org

Der jüngste Relaunch der Startseite zeigt bereits das Prinzip der Informationsvermittlung in dem einzelne Inhalte in kurzen auch optisch klar umrissenen Informationsblöcken präsentiert werden. Diese "Teaser-Kacheln" verweisen auf ganz unterschiedliche Themen, aktuelles Ausstellungen, Aktivitäten der Museumspädagogik, Veranstaltungen, etc. Die Startseite vermittelt also im wesentlichen eine kontextbezogene Navigation, die traditionelle Hauptnavigation mit einer semantischen Gliederung der Inhalte in verschiedene Themengebiete bleibt zwar im Seitenkopf erhalten, durch die Teaser wird allerdings ein weiterer zielgruppenaffiner Zugang geschaffen. Die Teaser der Startseite zeigen neben Text-/Bildinformation auch Videoclips, die direkt abrufbar sind. Der Medienmix unterstützt die Zielsetzung des Museums in mehreren Kanäle präsent zu sein.

Kunst in der ganzen Stadt

Das Prinzip der Gleichzeitigkeit in der Darstellung relevanter Inhalte wird um so wichtiger als dem SFMOMA eine zweieinhalbjährige Schließung wegen eines Erweiterungsbaus bevorsteht. Das Museum plant die Präsentation in die Stadt hinauszutragen und an vielen neuen Spielstätten mit eigenen Formaten zeitgenössische Kunst zu zeigen und zu vermitteln. Der Webauftritt dient dann gewissermaßen als Klammer und Plattform für alle Aktivitäten in diesem (Zeit)raum.

Museum 2.0

Neben dem Webauftritt betreibt das SFMOMA einen Youtube-Channel mit zur Zeit knapp zweieinhalbtausend Abonnenten und einer halben Million Abrufen. Unter den deutschen Museen betreibt u.a. das Städelmuseum in Frankfurt einen Youtube-Kanal mit etwa dreihundert Abonnenten und ca. zweihundertfünfzigtausend Videoaufrufe.

Das SFMOMA twittert bereits seit gut 3 Jahren und hat inzwischen knapp vierhunderttausend Follower, den Tweets vom Städel folgen momentan etwas mehr als sechstausend Interessierte.

Weitere aktuelle Infos unter:  blog.sfmoma.org

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